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Prozessentwicklung und Nachhaltigkeit. Die neue DNA der Unternehmen für das dritte Jahrtausend.

Eine neue Sensibilität für Ressourcen, Mensch und Umwelt ist mittlerweile auf die Agenda von Millionen von Unternehmen gerückt. Institutionen, strategische Partner und Kunden verlangen danach, aber wie kann man sie konkret umsetzen? Einige Koordinaten für nachhaltige Projekte.

Die Prozessentwicklung muss sich seit langem mit einem unvermeidlichen Imperativ für jeden, der Geschäfte macht, auseinandersetzen: der Nachhaltigkeit – nicht nur in Bezug auf menschliche, wirtschaftliche und produktive Ressourcen, sondern zunehmend auch in Bezug auf Umweltfragen.

Die heute noch weltweit gebräuchliche Definition von „nachhaltiger Entwicklung“ wurde 1987 von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung im sogenannten Brundtland-Bericht formuliert: „Dauerhafte Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“

Wir erinnern uns gerne daran, weil wir bei STAR7 dieses Prinzip ganz ähnlich interpretieren: die Fähigkeit, die richtigen Bedingungen für eine ausgewogene Gegenwart und eine sorglose Zukunft zu schaffen. Für uns und für unsere Kunden.

Doch wie materialisiert sich ein so hoher und edler Anspruch in einem Ökosystem aus Daten, Technologien, Menschen und Beziehungen?

Life Cycle Thinking: ein ganzheitlicher Ansatz

Dieses Prinzip muss ganz einfach in die DNA des Geschäftsmodells und in jeden Aspekt der Unternehmenstätigkeit eingehen: Nachhaltigkeit und soziale Auswirkungen sollten nicht nur zur Visitenkarte gehören, sondern zu einer strukturellen Voraussetzung werden.

Im Bereich der Prozessentwicklung besteht der grundlegende Schritt daher im Übergang vom Life Cycle Assessment zum Life Cycle Thinking, das Ersteres miteinbezieht und erweitert. Die nationale italienische Energie- und Umweltagentur ENEA (Nationale Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige Entwicklung) formuliert es angemessen und spricht von einem Ansatz, „mit dem die ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit von Produkten, Dienstleistungen, Technologien und Systemen unter Berücksichtigung aller Phasen des Lebenszyklus ([...] Rohstoffe, Produktion, Verwendung, Vertrieb und Ende der Lebensdauer) analysiert werden soll“. Durch bekannte Instrumente wie Life Cycle Assessment, Life Cycle Costing und Social-LCA – zusammen mit anderen, die für jeden Geschäftsbereich spezifisch sind – müssen wir beginnen, in Trennungsgraden zu denken, um die Grenzen der Lieferkette zu erweitern und Übertragungen der Auswirkungen zwischen verschiedenen Akteuren (Lieferanten, Kunden), internen Betriebsbereichen (Randaktivitäten) oder unterschiedlichen Umgebungen zu vermeiden.

Ein Wettbewerbsvorteil für das Markenimage

Die Schlagworte, um die Unternehmensmission und -vision zu lenken und zu interpretieren, oder einfach nur zu integrieren, ändern sich daher: 360-Grad-Denken und -Planung, Kreislaufwirtschaft, Beachtung der immateriellen Aspekte der Produktion und notwendigerweise neue Gesprächspartner (Experten, Behörden, Partner, Kunden). In diesem Szenario gibt es auch neue und interessante Vorteile. Angefangen von den wirtschaftlichen Vorteilen, die das Ergebnis besserer, durchdachterer und langfristigerer Entscheidungen sind, bis hin zur Lebens- und Arbeitsqualität und den Auswirkungen, die ein solches Paradigma auf Markenidentität, Reputation und Kundenbindung haben kann. Mit anderen Worten, ein Wettbewerbsvorteil in vielerlei Hinsicht.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Die Besonderheit und die Herausforderung, die diesem Ansatz innewohnen, sind natürlich, dass man eine solche Herangehensweise nie als endgültig betrachten kann, sondern immer nur als bestmögliche Option zu einem bestimmten Zeitpunkt. Es gibt keine in Stein gemeißelte Formel, die immer und überall funktioniert. Eine Methode, die ständig neu bewertet werden muss, ein ständiges „Work in Progress“, in dem nur die Vision gleichbleibt, die den Prinzipien und Mechanismen zugrunde liegt. Sich weiterentwickeln, um sich anzupassen, und sich anpassen, um sich weiterzuentwickeln, könnte man sagen.

Nachhaltige Planung bei STAR7

Genau diese Richtung haben wir bei den Aktivitäten unserer Servicelinie STAR7 Engineering eingeschlagen. Wir haben verstanden, dass wir nur mit einem neuen „Modell“, das in der Lage ist, Technologie und Menschen zu vereinen, einen wirklich nachhaltigen Ansatz in Bezug auf Zeit, Kosten und Abfall finden können. Es wurde eine Lösung benötigt, die den Informationsfluss begünstigt und beispielsweise teures Prototyping in Verbindung mit einem Prozess vermeidet, der zwar konsolidiert ist, jedoch nicht vollständig von der digitalen Revolution profitiert, die den Dienstleistungen und der technologischen Ausrichtung der Gruppe zugrunde liegt.

Die Digitalisierung von Inhalten und das integrierte Prozessmanagement, die die Nutzbarkeit der Informationen verbessern und sie mit Mehrwert anreichern, ermöglichen es auch, die klassische Analyse der verschiedenen Verarbeitungsphasen zu überarbeiten und Entscheidungen schneller und zuverlässiger zu treffen: Dies betrifft sowohl Entscheidungen, die sich auf die Rückverfolgbarkeit der Bewertungen und die daraus resultierenden Änderungen beziehen, als auch solche zur allgemeinen Verbesserung des Produkts.

All dies führt natürlich zu wichtigen Vorteilen in Bezug auf Zeit und Kosten, aber vor allem können so Lösungen oder Situationen erhalten, visualisiert und getestet werden, auch ohne das physische Objekt vorliegen zu haben. Und die vielen Schritte der Entwicklung eines Produkts im digitalen Kontext zu reproduzieren, ist letztlich auch deutlich gründlicher und zuverlässiger.

Mit diesem Ansatz haben wir die E-suite entworfen und entwickelt – ein Ökosystem von Tools, Menschen und Verfahren, um Integrale⁷, die Betriebsphilosophie, die zur DNA von STAR7 geworden ist, konkret anzuwenden. E-suite enthält eine Reihe von komplementären Elementen, die in ständigem Dialog stehen, für einen kontinuierlichen Austausch von Kompetenzen und Daten, in perfekter Balance zwischen menschlicher und technologischer Komponente. Und zur Bestätigung des bisher Gesagten ist das Ziel eben genau die Optimierung der Nachhaltigkeit der Projekte, wobei jeder Teil des Ganzen berücksichtigt wird.

E-Suite
E-Suite

Neben dem Team von Spezialisten, dem „Geist“ der E-suite, sind die 3 technologischen Bestandteile Antares, eine Anwendung, die eine modulare, interaktive 3D-Produktpräsentation in Echtzeit bietet; Mizar, für immersives und prädiktives Design und Analyse, das eine hyperrealistische Erfahrung der wahrgenommenen Qualität des Produkts bietet; und NSE, eine Plattform zur Organisation, Standardisierung, Überwachung und Beschleunigung der Produktentwicklung und Montagelinien für Manufacturing und Assembly Design.

Mit der E-suite wird nichts dem Zufall überlassen: Alles ist miteinander verbunden, alles existiert gleichzeitig, interagiert und entwickelt sich natürlich nachhaltig weiter.